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Johann Gottfried von Herder

* 25. August 1744 in Mohrungen, † 18. Dezember 1803 in Weimar

Johann Gottfried von Herder

Leben

Herder wurde am 25. August 1744 als Sohn eines Kantors in Mohrungen geboren. Er besuchte zunächst eine Lateinschule und studierte dann an der Königsberger Universität Philosophie bei Immanuel Kant, Theologie und Literatur. Dort schloß er Freundschaft mit Johann Georg Hamann. 1764 ging er als Prediger und Lehrer nach Riga. 1769 unternahm er eine Frankreichreise, danach eine Bildungsreise nach Deutschland. 1770 kommt es in Straßburg zur historischen Begegnung zwischen Herder und Goethe. Diese Begegnung sollte beide Dichter in ihrem Denken weitreichend beeinflussen. 1770-71 bleibt er in Straßburg, um sich von einem Augenleiden zu erholen. Ab 1771 hatte er verschiedene geistliche Ämter inne, z. B. war er Hofprediger und Superintendent bei einem Grafen (1771-76), später wurde er Generalsuperintendent in Weimar und damit zum höchsten geistlichen Würdenträger des Staates. Mit Hilfe von Goethe kam er nach Weimar. Dort konnte er auch Freundschaft mit Schiller und Wieland schließen. Herder trat für eine aufklärerisch-didaktische Dichtung ein, und geriet damit in Konflikt mit Goethe und Schiller. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er isoliert vom gesellschaftlichen Leben Weimars. 1802 wurde er geadelt. Ein Jahr später, am 18. Dezember 1803, verstarb er. Mit seiner Werk Sammlung von Volksliedern übte er Einfluß auf die Romantik, Arnims und Brentanos Des Knaben Wunderhorn und die Gebrüder Grimm aus.

Werke

  • Volkslieder

Übersetzungen:

  • Der Cid

Literatur- und kulturtheoretische Schriften:

  • Fragmente einer Abhandlung über die Ode (1765)
  • Fragmente über die neuere Deutsche Literatur (1766)
  • Die kritischen Wälder (1769)
  • Abhandlung über den Ursprung der Sprache (1771/72)
  • Von deutscher Art und Kunst (1773)
  • Auch eine Philosophie der Geschichte zur Bildung der Menschheit (1774)
  • Ideen zur Philosohpie der Geschichte der Menschheit (1784-1791)
  • Briefe zur Beförderung der Humanität (1793-1797)
  • Eine Metakritik zur Kritik der reinen Vernunft (1799)
  • Die Metakritik der Urteilskraft (1800)

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