Empfindsamkeit
1740 - 1790Inhalt
I. BegriffDer Begriff Empfindsamkeit leitet sich von Lessings Verdeutschung "empfindsam" zum englischen Wort sentimental ab.
1. Literatur der EmpfindsamkeitDie Empfindsamkeit stellt keine Gegenbewegung zur Aufklärung dar, sondern ist eine Ergänzung der reinen Rationalität der Aufklärer mit Empfindungen. Das Bildungsbürgertum suchte eine Flucht vor der Unterdrückung durch die Obrigkeit - und fand sie in der Welt der Empfindungen.
Die Literatur der Empfindsamkeit ist geprägt von Pietismus, Gefühlsbetontheit, In-sich-Gekehrtheit, Freundschaft und Naturnähe. Den Höhepunkt in der empfindsamen Dichtung stellt Klopstocks Epos Der Messias (1748-1773) dar. Die 20 Gesänge des biblischen Epos sind in Hexametern verfasst. Bevorzugt wurden v.a. lyrische Formen. Die Hymnendichtung fand hier ihren Höhepunkt. Es entstanden auch viele Oden, die bekanntesten davon stammten von Klopstock, so z.B. Die frühen Gräber, Die Frühlingsfeier, Der Zürchersee, Das Wiedersehn und An meine Freunde, und erschienen 1771 als Gesamtausgabe. Die frühen Gräber (1764)
2. Literarische Formen
Hymne: (griech.: Festgesang) ist ein feierlicher Lob- und Preisgesang, der oft in freien Rhythmen verfasst wurde. Idylle: kommt vom griechischen eidyllon und steht für Bildchen. Sie ist meist eine idealisierte harmonische Darstellung vom Land- und Volksleben in Prosa- oder Versform. 3. VertreterViele Vertreter der Empfindsamkeit kommen aus Literaturkreisen oder -bunden, so z.B. aus dem Göttinger Hainbund.
4. Werke
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