Herbstklage
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Herbstnebel ziehn über den Weiher, Das ist recht des Todes Bild! Und tagelang sinnet der Reiher Am Ufer dort einsam wild. Mein Liebchen hat mich verlassen, Die Freunde sind alle weit, Und Garten und Wälder erblassen, Und singen von tiefem Leid. Verschneit liegt bald alles danieder, Wir selber wir werden alt, Und kennen einander nicht wieder, Verkümmert, zerstreut und kalt. Zum Wald denn! da raset lautschallend Das Horn durch des Windes Schrein, Da krachen die Wipfel und fallen Zum Abgrund Strom, Baum und Stein. Und Schneewolken jagt's über'n Weiher, Die Windsbraut singt ihren Gruß, Rasch stürzt in den Sturm sich der Reiher - Ach, daß ich hier stehen muß! |