Ideal und Wirklichkeit
| In stiller Nacht und monogamen Betten | ||
| denkst du dir aus, was dir am Leben fehlt. | ||
| Die Nerven knistern. Wenn wir das doch hätten, | ||
| was uns, weil es nicht da ist, leise quält. | ||
| 5 | Du präparierst dir im Gedankengange | |
| das, was du willst - und nachher kriegst das nie ... | ||
| Man möchte immer eine große Lange, | ||
| und dann bekommt man eine kleine Dicke - | ||
| C'est la vie -! | ||
| 10 | Sie muß sich wie in einem Kugellager | |
| in ihren Hüften biegen, groß und blond. | ||
| Ein Pfund zu wenig - und sie wäre mager, | ||
| wer je in diesen Haaren sich gesonnt ... | ||
| Nachher erliegst du dem verfluchten Hange, | ||
| 15 | der Eile und der Phantasie. | |
| Man möchte immer eine große Lange, | ||
| und dann bekommt man eine kleine Dicke - | ||
| Ssälawih -! | ||
Man möchte eine helle Pfeife kaufen | ||
| 20 | Und kauft die dunkle - andere sind nicht da. | |
| Man möchte jeden Morgen dauerlaufen | ||
| und tut es nicht. Beinah ... beinah ... | ||
| Wir dachten unter kaiserlichem Zwange | ||
| an eine Republik ... und nun ists die! | ||
| 25 | Man möchte immer eine große Lange, | |
| und dann bekommt man eine kleine Dicke - | ||
| Ssälawih -! |