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Das Fach Deutsch ist für viele Schüler schwieriger, als es zunächst erscheint. Wer literarische Texte analysieren, Aufsätze gliedern und grammatische Regeln sicher anwenden soll, braucht mehr als ein gutes Sprachgefühl. Eltern und Schüler stehen deshalb oft vor der Frage, ob zusätzliche Hilfe nötig ist und wann es sinnvoll wäre, gezielt zu fördern.
Warum haben gerade viele Schüler Mühe mit dem Fach Deutsch?
Deutschunterricht verlangt von Schülern die gleichzeitige Entwicklung mehrerer Kompetenzen. Die Kultusministerkonferenz hat für die Sekundarstufe I verbindliche Bildungsstandards formuliert, die vier Kompetenzbereiche unterscheiden: Sprechen und Zuhören, Schreiben, Lesen, sowie die Untersuchung von Sprache und Sprachgebrauch. Probleme ergibt es meist dort, wo diese Bereiche ineinandergreifen, wie bei einem Aufsatz, der nicht nur grammatisch richtig zu sein, sondern auch inhaltlich stringent aufgebaut sein soll. Wer konkreten Bedarf hat, sollte eine Deutsch Nachhilfe finden.
Wo hakt es am häufigsten? Bei Aufsatz, Grammatik und Literatur
Besonders deutlich zeigt sich der Förderbedarf in der Lesekompetenz. Laut PISA-Studie 2022 erreichen in Deutschland 25 Prozent der 15-Jährigen nicht einmal die Mindestanforderungen im Lesen, wie das Deutsche Schulportal berichtet. Schwache Leseleistungen wirken sich sofort auf die Textanalyse aus, denn wer den Inhalt eines literarischen Textes nicht vollständig begriffen hat, der kann auch kaum seinen Aufbau und die Sprache und Wirkung bewerten. Beim Aufsatz hakt es in der Regel beim Argumentieren und beim roten Faden zwischen den Absätzen. In der Grammatik sind Satzbau, Zeitformen und Kommasetzung häufig problematisch, insbesondere beim Wechsel von der Mittelstufe zur Oberstufe. In der Literaturanalyse haben viele Schüler Schwierigkeiten, ein Werk in seine historische Epoche einzuordnen oder sprachliche Mittel zu interpretieren. Dafür ist sowohl ein fundiertes Wissen über den historischen Kontext als auch ein gutes Textverständnis erforderlich.
Wann ist eine Nachhilfe im Fach Deutsch sinnvoll?
Ein einmal schwache Leistung in einem Test ist normalerweise kein Grund zur Beunruhigung. Anders sieht es jedoch aus, wenn sich über mehrere Klassenarbeiten hinweg ein wiederkehrendes Muster zeigt, wie zum Beispiel häufige Rechtschreibfehler oder eine abnehmende Note, trotz intensiven Lernens. Auch Schüler, die regelmäßig Schwierigkeiten haben, ihre Hausaufgaben im Fach Deutsch eigenständig zu bewältigen, können von gezielter Unterstützung profitieren. Lehrkräfte haben in der Sprechstunde die Möglichkeit, die Ursachen für die Schwierigkeiten zu beurteilen, sei es, weil grundlegende Lesestrategien fehlen oder Unsicherheiten bei der Textstrukturierung bestehen. Dieser Einschätzung dient dazu, den Unterstützungsbedarf realistisch zu planen, bevor sich bestehende Lücken weiter vergrößern.
Was sollte ein guter Deutschlehrer mitbringen?
Fachliche Kompetenz allein ist oft nicht ausreichend. Ein qualifizierter Deutschlehrer ist mit den Lehrplänen des jeweiligen Bundeslandes vertraut, kann gezielt auf den individuellen Lesestand und die Schwerpunktthemen der Schüler eingehen und bietet Methoden zur Textanalyse an, die im regulären Unterricht häufig zu kurz kommen. Erfahrung mit den unterschiedlichen Schulformen, wie Gymnasium, Realschule oder Gesamtschule, erleichtert die Beurteilung der relevanten Anforderungen. Zudem ist pädagogisches Geschick wichtig, denn die Motivation im Fach Deutsch steht in enger Beziehung zum Selbstvertrauen der Schüler im Schreiben und Vortragen. Referenzen von ehemaligen Schülern oder eine kurze Probestunde vermitteln oft einen verlässlichen Eindruck von der Arbeitsweise und dem Stil des Lehrers.
Online oder Präsenz: Welches Nachhilfeformat ist besser geeignet?
Beide Möglichkeiten bringen ihre eigenen Vorteile mit sich. Der Präsenzunterricht ermöglicht sofortiges Feedback beim Schreiben und eine intensivere Betreuung bei längeren Texten wie Interpretationen oder Erörterungen. Im Gegensatz dazu bietet Online-Nachhilfe Flexibilität bei den Terminen und eine größere Auswahl an Lehrkräften, unabhängig vom Wohnort. Dies ist besonders vorteilhaft, wenn es um spezielle Themen wie bestimmte literarische Epochen geht. Letztlich ist entscheidend, welches Format am besten zum Lernstil und den Lebensumständen des Schülers passt. Eltern und Schüler sollten vor der Entscheidung klären, wie oft Unterstützung benötigt wird und ob punktuelle Hilfen bei einzelnen Themen ausreichend sind oder ob eine langfristige Begleitung sinnvoller wäre. Ein kurzes Probegespräch mit der Lehrkraft kann in dieser Hinsicht hilfreich sein.
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