Die frühen Gräber
| Willkommen, o silberner Mond, | ||
| Schöner, stiller Gefährt der Nacht! | ||
| Du entfliehst? Eile nicht, bleib, Gedankenfreund! | ||
| Sehet, er bleibt, das Gewölk wallte nur hin. | ||
| 5 | Des Mayes Erwachen ist nur | |
| Schöner noch, wie die Sommernacht, | ||
| Wenn ihm Thau, hell wie Licht, aus der Locke träuft, | ||
| Und zu dem Hügel herauf röthlich er kömt. | ||
Ihr Edleren, ach es bewächst | ||
| 10 | Eure Maale schon ernstes Moos! | |
| O wie war glücklich ich, als ich noch mit euch | ||
| Sahe sich röthen den Tag, schimmern die Nacht. |
(1764)