Dienstag, Oktober 20, 2020

Georg Weerth

Georg Weerth (* 17. Februar 1822 in Detmold, † 30. Juli 1856 in Havanna) war ein deutscher Schriftsteller. Weerths Gedichte würdigten die Solidarität der Arbeiterklasse in ihrem Kampf für die Befreiung von Ausbeutung und Unterdrückung. Er war ein Freund und Weggefährte von Karl Marx und Friedrich Engels, die Georg Weerth als den ersten und bedeutendsten Dichter des deutschen Proletariats bezeichneten.

Leben

Weerth wurde im westfälischen Detmold als Sohn des Pfarrers Ferdinand Weerth geboren. Er starb in Havanna, Kuba an einem Tropenfieber. Georg Weerth schrieb und redigierte das Skizzenblatt der Neuen Rheinischen Zeitung, von welcher Karl Marx Chefredakteur war. Sein provokantes Schreiben und seine scharfe Satire führten zu seiner Inhaftierung, woraufhin er nach England floh. Von 1843 bis 1846 lebte Weerth in Bradford, England. Sechs Monate dieser Zeit verbrachte er in engem Kontakt mit Engels, dessen Geschäft sich in Manchester befand. Wie Engels widmete er die Zeit, die ihm von seinen Funktionen als Vertreter einer Textilfirma blieb, der Untersuchung der Auswirkungen der industriellen Revolution auf das Verhältnis zwischen Grundbesitzer und Arbeiterklasse. Weerth nahm an Treffen der Chartisten teil und freundete sich mit den Führern der Bewegung, wie George Julian Harney und Ernest Jones, an. Für deutsche Zeitungen berichtete er über die Bedingungen in England. 1846 verließ Weerth England und zog nach Brüssel, wo auch Karl Marx sein Zuhause hatte.

Werke

  • Die Armen in der Senne (1845)
  • Der Gesundheitszustand der Arbeiter in Bradford (1845/46)
  • Das Blumenfest der englischen Arbeiter (1845/46)
  • Lieder aus Lancashire (1845/46)
  • Proletarier in England (1845/46)
  • Gedichte (1846)
  • An Bord des Glen Albyn (1847)
  • Rede auf dem Freihandelskongreß in Brüssel (1847)
  • Humoristische Skizzen aus dem deutschen Handelsleben (1847/48)
  • Skizzen aus dem sozialen und politischen Leben der Briten (1848)
  • Leben und Thaten des berühmten Ritters Schnapphahnski (1848/49)
  • Proklamation an die Frauen (1849)

Gedichte:

  • Die Industrie (1845)
  • Die deutschen Verbannten in Brüssel (1847)
  • Kein schöner Ding ist auf der Welt, als seine Feinde zu beißen (1849)

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here