Donnerstag, September 24, 2020

Gottfried August Bürger

Gottfried August Bürger (* 31. Dezember 1747 in Molmerswende, † 8. Juni 1794 in Göttingen) war ein deutscher Dichter. Seine Balladen waren in Deutschland sehr beliebt. Seine bekannteste Ballade, Lenore, fand in einer englischen und russischen Fassung und einer französischen Übersetzung ein Publikum, das über die Leser der deutschen Sprache hinausging.

Leben

Er wurde in Molmerswende (heute ein Teil von Mansfeld), Fürstentum Halberstadt, geboren, wo sein Vater lutherischer Pfarrer war. Er zeigte schon früh eine Vorliebe für einsame und düstere Orte und das Verfassen von Versen, für die er kein anderes Vorbild hatte als Gesangbücher. Im Alter von zwölf Jahren wurde Bürger praktisch von seinem Großvater mütterlicherseits, Bauer, in Aschersleben adoptiert, der ihn an das Pädagogium in Halle schickte. Mit Mühe lernte er Latein. Im Jahr 1764 ging er als Student der Theologie an die Universität Halle, die er jedoch bald zugunsten eines Studiums der Rechtswissenschaft verließ. Dort geriet er unter den Einfluss von Christian Adolph Klotz (1738-1771), der die Aufmerksamkeit von Bürger auf die Literatur lenkte und seine natürliche Veranlagung zu einem wilden und ungeregelten Leben förderte. Infolge seiner ausschweifenden Gewohnheiten wurde er 1767 von seinem Großvater abberufen, aber auf das Versprechen einer Besserung hin wurde ihm 1768 erlaubt, die Universität Göttingen als Jurastudent zu betreten.

Werke

  • Die Wunderbaren Reisen des Freiherrn von Münchhausen (1786)
  • Gedichte (1778)
  • Gedichte, zweiter Teil (1789)

Gedichte:

  • Das Lied vom braven Manne
  • Der Bauer an seinen durchlauchtigen Tyrannen
  • Der wilde Jäger
  • Des Pfarrers Tochter von Taubenhain
  • Die Kuh
  • Die Weiber von Weinsberg
  • Lenore (1773)
  • Sanct Stephan

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